Category Archives: Hochzeit

Hochzeitsfotograf in der Villa Au | Velbert

Hochzeitsfotograf Villa Au in Velbert und Essen.

Wo soll ich anfangen? Erster Kontakt: noch etwas chaotisch. Vorgespräch: das sichere Gefühl, dass da ein ganz besonderer Tag auf mich wartet. Nachdem wir zwischen 3 und 4 Stunden zusammen waren, hatte ich auf der Rückfahrt das Gefühl, dass ich gerade einen tollen Nachmittag mit Freunden verbracht habe.

Irgendwann während des Vorgesprächs hat Flo mir etwas gesagt, dass ich davor aber auch danach so nicht wieder gehört habe: „Fotografier´ wie und was du willst. Wir brauchen weder das perfekte, noch von allem ein Bild. Manchmal ist ja gerade das Nicht-Perfekte perfekt. Wir verlassen uns da auf dich.“ Lampenfieber habe ich zwar immer, aber ich bin noch nie so entspannt in eine Hochzeitsreportage gestartet. Diesen Satz (und das Vertrauen, das die beiden in mich hatten) habe ich den ganzen Tag über im Kopf gehabt und beim Fotografieren einfach nur Spaß gehabt.

Die Hochzeit selbst hätte nicht schöner sein können. Die Location und Velbert als Kulisse waren perfekt. Ich hatte auch im Nachhinein nicht das Gefühl, dass etwas besser gewesen sein könnte. Keine „Was-wäre-wenn-Fragen?“ nach dem Wetter, den Lichtverhältnissen oder einem geänderten Ablauf. Dafür viele Dinge und Kleinigkeiten, die mich so begeistert haben – wie das FIFA zocken vor dem Fertigmachen, den Spaß, den wir zu dritt hatten, die Deko oder auch die Villa Au. Ein so schöner Ort zum Heiraten!

Am meisten beeindruckt hat mich, neben Ipek & Flo selbst und ihrer Art an die Dinge heranzugehen, aber die Familie der Braut. Das Getting-Ready der Braut fand im Elternhaus statt und ich war wirklich tief beeindruckt von der Gastfreundlichkeit, der Liebe und Toleranz in diesem Zuhause.  Ich bin ja selbst Papa von einem Jungen und einem Mädchen und beobachte die Väter etwas genauer… ;-). Wenn meine Tochter mal heiratet und ich ihr an diesem Tag so ein Papa sein kann wie der Vater von Ipek, dann habe ich alles richtig gemacht und kann stolz auf mich sein. Ich kann es nicht beschreiben, aber es lag immer „etwas Höheres“ in der Luft.

Es war perfekt. Das Paar, die Orte und die Stimmung!

Ich habe einfach einen aufregenden und schönen Tag unter vielen gut gelaunten Verwandten und Freunden verbracht. Vor allem aber eine Familie kennengelernt, die mich unheimlich beeindruckt hat.

Alles Gute!

(Auch nach fast 3 Jahren denke ich oft und gerne an euch zurück. Ich hoffe, ihr mögt die Bilder immer noch.)


hochzeitsfotograf

Reportage, Portraits, Trauung: Essen, Velbert, Villa Au – http://www.villa-au.de/

Hochzeitsfotograf auf Gut Kragenhof

Hochzeitsfotograf auf Gut Kragenhof in Staufenberg bei Kassel.

Meine Frau und ich wollen ja eigentlich noch mal heiraten, in ein paar Jahren, wenn die Kinder älter sind und richtig mitfeiern können. Und wenn ich mir aussuchen könnte, wie der Tag ungefähr aussehen soll, welche Atmosphäre zu uns passen würde, dann wäre ich überglücklich, wenn es so wird wie bei Pegtor ® & Lukas (Pegtor ist natürlich nur ein Spitzname, aber da auch die freie Traurednerin ihn ab und zu benutzt hat, mache ich das auch mal)!

Ich glaube, ein größeres Kompliment kann man einem Paar als Hochzeitsfotograf eigentlich gar nicht machen. Letztes Jahr in Leipzig und Harxheim habe ich mich ähnlich gefühlt, aber Gut Kragenhof hat etwas ganz besonderes. Man kann dort auch ein paar Zimmer mieten, diese sind recht klein und bescheiden, einen Service wie im Hotel wird man auch vermissen. Aber das hat, wenn man es mag, einen großen Vorteil: man ist unter sich, trifft sich im Flur oder in der Küche um Kaffee zu kochen und ein selbst belegtes Brötchen zu mampfen. Es ist wie auf einer Klassenfahrt. Ich habe Klassenfahrten geliebt. Mit den besten Kumpels auf einem Zimmer und den anderen auf demselben Flur…So etwas wie Luxus oder Service war einem egal, den man hatte eine gute Zeit miteinander. Bei einer Hochzeit geht es im Prinzip um dasselbe, es wird aber noch etwas besser, weil die Liebe und Familie dazukommt.

Jetzt sollte aber nicht der Eindruck entstehen, dass Gut Kragenhof nur eine gute Location für Klassenfahrten ist. Es gibt diese wunderschöne Scheune für die Feier, einen großen Innenhof, viel Platz und Spielmöglichkeiten für Kinder und tolle Plätze für Portraits. Viel mehr geht eigentlich nicht.

Insgesamt war ich also ziemlich beeindruckt von diesem Tag, von Pegtor & Lukas, ihren Freunden, der Location und vor allem der Stimmung. Es hatte etwas Leichtes, Ehrliches, Entspanntes, Familiäres und ganz Besonderes.

Eine Sache hat mich ganz besonders beeindruckt. Weil die Wettervorhersagen für diesen Tag etwas verrückt gespielt haben, ist die freie Trauung in die Scheune verlegt worden. Kurz vorher ist dann doch beschlossen worden alles draußen stattfinden zu lassen. Die Zeit war knapp, aber es haben alle mitgeholfen die Heuballen und die Deko nach draußen zu tragen und dort alles schön aussehen zu lassen. Einfach so, nur für die beiden und ohne dabei an die eigene Kleidung  etc. zu denken.

Ich hoffe ja ganz heimlich, dass wir uns mal zufällig mit unseren VW-Bullis auf einem Platz in Frankreich oder Italien treffen, gemeinsam ein (paar) Bierchen trinken und Lukas auf der Gitarre spielt. Schön wäre es.

Alles Gute euch beiden & danke für die tolle Zeit!

getting ready im gut kragenhof

braut lockenwickler

Innenaufnahme der Scheune im Gut Kragenhof

vw bully mit brautpaar

hochzeitsfotograf auf gut kragenhof mit brautpaar vor baumstämmen

Get Ready, Trauung, Portraits & Feier: Gut Kragenhof, Staufenberg – http://www.gutkragenhof.de/

Hochzeitsreportage auf Rittergut Besenhausen

Hochzeitsfotograf in Friedland auf Rittergut Besenhausen.

Außerhalb Kassels, mit dem Auto aber schnell erreichbar, ist meine Lieblingslocation ja das Kloster Haydau in Morschen. Jetzt ist nördlich von Kassel eine zweite Location zu einem meiner absoluten Lieblingsorte geworden und das, obwohl es den Tag über grau und etwas verregnet war. Das Rittergut Besenhausen in Friedland bei Göttingen. Dort gibt es eigentlich alles, was man für eine wunderschöne Hochzeit braucht: eine kleine aber feine Kirche um die Ecke, einen tollen Saal, draußen viel Platz für die Zeit vor dem Abendessen, viele abwechslungsreiche Plätze für Portraits und ein paar Gänse, die ein Auge auf alles haben.

Das alles allein ist natürlich schon viel, aber ohne Brautpaar ziemlich grau bei dem Wetter. Umso schöner, wenn man ein Paar begleiten darf, dass sich so viel Mühe bei der Deko und den kleinen Details macht und Farbe in den Tag und die Fotos bringt. Zwei Tag vor der Hochzeit bin ich aus dem Urlaub wiedergekommen und das kalte, triste Grau zu Hause war nach 2 Wochen Sonne und mindestens 35°C ziemlich deprimierend, aber die beiden haben mich da mit ihrer Hochzeit ziemlich schnell „herausgeholt“.

Reportage & Portraits: Rittergut Besenhausen, Friedland – http://www.besenhausen.de/

Hochzeitsfotograf Kloster Haydau

Hochzeitsfotograf Kloster Haydau bei Morschen in Nordhessen.

Zu meinem persönlichem Fazit komme ich gleich am Anfang: Ich wüsste nicht, was man als Brautpaar hätte besser oder schöner machen können!

Beim ersten Vorgespräch vor über einem Jahr ist mir, das für mich wichtigste, schnell klar geworden: Es passt super zwischen uns. Ohne einen guten Draht zueinander funktioniert es einfach nicht. Alles andere (Location, Wetter, Zeitplan etc.) ist für die Bilder natürlich wichtig und vieles hängt davon ab, aber das alles bringt nichts, wenn man nicht Spaß miteinander und ein irgendwie freundschaftliches Verhältnis zueinander hat.

Die Hochzeit war extrem perfekt geplant. Beim zweiten Vorgespräch hab ich mich bei der Frage erwischt „Ihr wisst aber schon, dass das alles nicht so laufen wird und dass immer etwas Unerwartetes passiert?“. Ich hab´ mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass vor allem die Zeitpläne oft nach kurzer Zeit nicht mehr viel Wert sind. Man muss immer spontan auf alles Mögliche reagieren können, das macht aber auch den Reiz für mich aus, deshalb macht es nach so vielen Hochzeiten noch Spaß und wird nicht langweilig. Und als Brautpaar genießt man den Tag einfach, egal ob alles nach Plan läuft oder nicht.

Die Antwort auf die Frage war aber auch perfekt: „Wir machen und planen bis zum letzten Tag und dann lassen wir es laufen.“ Und genau so war es. Deshalb haben wir alle zusammen (Brautpaar, Gäste, „Dienstleister“) den Tag in einer wunderbaren und lockeren Atmosphäre miteinander verbracht.

Die Liste mit den Links unter den Bildern ist diesmal ziemlich lang. Es war ein tolles Team bzw. es waren tolle Leute da, die ihren Teil zur Hochzeit beigetragen haben. Alles perfekt.

Begeistert war ich auch vom Kloster Haydau, das ich vorher überhaupt nicht kannte. In Nordhessen gibt es, ausgenommen alle Locations vom Grischäfer, nicht so viele gute Orte zum Heiraten.

Aber das Kloster ist ein echtes Highlight für eine Hochzeitsreportage und einen Hochzeitsfotografen. Die Zimmer, der Saal, die Möglichkeit sich im Freien trauen zu lassen, Hotelzimmer für die Gäste vor Ort und eine ziemlich abwechslungsreiche Umgebung für Hochzeitsportraits – viel mehr kann man sich nicht wünschen. Vor allem der das Treppenhaus (eigentlich die Regenalternative) hat es mir angetan ;-).

So, und jetzt freu ich mich auf eine Partie FIFA mit dem Bräutigam zu der wir uns verabredet haben. Ich hoffe, ich kann ihm richtig weh tun und der BVB bekommt vom FC Bayern eine richtig dicke Packung.

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Get Ready, Trauung, Reportage: Kloster Haydau in Morschen (Nordhessen) – http://www.hotel-kloster-haydau.de/

Braut: Schuhe, CafeNoir – http://www.cafenoir.it/ | Kleid, Anna Kara – http://www.annakara.com/de

Bräutigam (z. T.): Der feine Herr, Köln – http://www.feiner-herr.de/

MakeUp & Frisur: (Die wunderbare) Daniela, Frankenberg – http://makeupbydaniela.jimdo.com/

Blumen: Blumenart by Andrea Stange, Felsberg – http://www.blumenart-online.de/

Torte, Süßes & Brötchen (es sollen wohl die weltbesten sein – Zitat) zum Frühstück: Bäcker Becker, Kassel – http://www.baecker-becker-kassel.de/

Musik zur freien Trauung: Fantasy Duo, Kassel – http://www.fantasy-duo.de/ – ich hab die beiden schon öfters gehört und auch weiterempfohlen

DJ: René Bieler, Kassel – http://www.sound-of-kassel.de/

Hochzeitsreportage im Hof Herzberg in Essenheim

Hochzeitsfotograf im Hof Herzberg bei Mainz in Essenheim.

Achtung! Es folgen mehrere Liebeserklärungen 😉 .

Die erste ans Brautpaar – so viele verschiedene Kulturen perfekt miteinander zu verbinden ist bestimmt nicht einfach, aber die beiden haben es geschafft.  Für mich war vieles neu und ich habe es voller Interesse verfolgt und beobachtet. Vor allem hatte ich aber Spaß dabei! Dazu kam noch dieser wunderbare Mix aus Rührung, Freude und (ungespielter & angeborener) Coolness 😉 . Es war richtig schön die zwei bei den Portraits zu beobachten. Ich mache ja nicht viele Vorgaben (außer Ort, grobe Ausgangspostion und die Technik) und deshalb fangen die Portraits, wie hier, oft etwas „schüchterner“ an. Das finde ich auch gar nicht schlimm, die Paare werden ziemlich schnell lockerer, machen was ihnen Spaß macht, Posen, albern herum und bleiben auf den Fotos doch sie selbst. Vieles, dass die beiden gemacht haben, hätte ich auch stellen können aber es würde eben nicht so natürlich aussehen.

Zweitens der Hof Herzberg. Meine Lieblingslocation! Irgendwie ein Stück Toskana. Ich hab´ zwar schon viele schöne Locations gesehen – hier ist aber alles noch so familiär und persönlich (ich werde für das ständige Loben nicht bezahlt und bin mit der Familie weder verwandt noch verschwägert). Viel Deko etc. braucht man als Paar eigentlich nicht „mitzubringen“, man kann den Hof zum Heiraten so nehmen wie er ist. Es ist alles schon liebevoll, mit Blick für´s Detail und Stil hergerichtet.

Drittens Essenheim. Ich war jetzt einige Male für Vorgespräch und Hochzeiten (oder vor den Hochzeiten alleine) dort unterwegs und bin so positiv überrascht. Jedes Mal werde ich angesprochen, spaziere mit unbekannten ein paar Straßen durch das Städtchen und erfahre etwas neues über Essenheim. Teilweise sind die Menschen überrascht, an welchen Locations wir fotografieren, freuen sich aber, dass gerade an ihrer Hauswand scheinbar etwas besonders schön ist…(Vielen Dank an das nette Paar, mit dem ich vor dieser Hochzeit geplaudert habe und ein großes Danke für die Erlaubnis in diesem wunderschönen Garten zu fotografieren!).

Und die vierte hat auf den ersten Blick mit dieser Hochzeit nicht direkt etwas zu tun. Meine Fujis X-T1 und die Objektive dazu. Es war die erste Reportage bei der die Nikons zwar dabei waren aber in der Tasche geblieben sind – bis auf die Tanzbilder. Ich weiß nicht, ob die Bilder sich von früheren vom Stil her unterscheiden, zumindest entstehen sie anders. So richtig beschreiben kann ich es nicht, aber fast alles ist anders. Ich gehe an die Fotos ganz anders heran und bin viel „lockerer“ geworden. Mit dem Gedanken eine Hochzeit komplett mit Fuji zu fotografieren hab ich schon länger gespielt, so richtig getraut hab ich mich aber nicht. Zumindest eine Nikon hing immer an mir und so bin ich teilweise mit drei oder vier Kameras an mir herumgelaufen. Nach dem Vorgespräch war ich mir dann aber sicher: das wird sie, meine erste Fuji-Hochzeit. Ich hatte einfach das Gefühl, dass die beiden sich auf mich verlassen, mich machen lassen wollen und keine konkreten Vorgaben machen möchten.

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Hochzeitsreportage in Soltau

Hochzeitsfotograf im Eggershof bei Soltau in Niedersachsen.

Im Nachhinein bin ich wohl noch nie so glücklich mit der Entscheidung für ein Portraitshooting zur Mittagszeit und vor der Trauung gewesen. Und zum Glück habe ich es den beiden nicht ausgeredet. Das Shooting war ziemlich entspannt, locker und trocken (außerdem bewölkt, was um diese Tageszeit ein großer Vorteil ist). Während der Trauung wurde es dann immer dunkler und lauter in der Kirche. Der Regen kam, und zwar ziemlich heftig. Die Gäste konnten die Kirche kaum verlassen, und als ich beim Auto angekommen bin, war ich komplett durchnässt. Der Eggershof (übrigens ein sehr, sehr schöner Ort zum Heiraten) hat zum Glück ein sehr großes Vordach, unter dem der Empfang stattfinden konnte. Und zeigt sich immer eins: wenn das Brautpaar das Wetter so nimmt, wie es ist und seinen Humor behält, merkt man der Stimmung den Regen überhaupt nicht an.

Hochzeitsfotograf im Eggershof bei Soltau.

Feier & Reportage: Eggershof, Soltau – http://www.eggershof.de/

Portraits: Eggershof & Lüneburger Heide

Hochzeitsportraits in Göttingen

Hochzeitsportraits auf Burg Hardenberg und in Göttingen.

Auf die beiden  habe ich eigentlich seit 2011 gewartet…seit ich Hochzeiten begleite, habe ich mich auf meine erste reine Männer/Jungs-Hochzeit gefreut und hätte nie gedacht, dass es so lange dauern wird. Dieses Jahr war es endlich so weit und ich freue mich, dass mir die beiden erlaubt haben einige Portraits zu veröffentlichen. Auf die Bilder zu zweit habe ich mich nämlich ganz besonders gefreut.Ich komme leider viel zu selten dazu Männer-Portraits zu machen, obwohl mir das ziemlich viel Spaß macht. Nachdem wir die Locations zusammen angesehen haben, hatten wir sehr viele Ideen. Diesmal war die Zeit für die Portraits wahrscheinlich sogar etwas zu kurz ;-). Auf jeden Fall hatten wir eine tolle Zeit zusammen, nicht nur während des Portrait-Shootings, sondern den ganzen Tag über. Da nun endlich die Ehe für alle da ist, hoffe ich, dass ich nicht wieder so lange warten muss.

Hochzeitsreportage auf Gut Lippesee

Hochzeitsfotograf auf Gut Lippesee und dem Kloster Dalheim.

Fast 10 Monate nach der Hochzeit und 8 Monate nach dem letzten Blog-Eintrag kommt endlich die Reportage vom wahrscheinlich lässigsten Paar, dass ich in den letzten 7 Jahren begleitet habe. Ich werde die Hochzeit immer mit zwei Dingen oder Erinnerungen verbinden. Woher die erste Sache kommt, weiß ich gar nicht. Und Beschreiben kann ich es auch nicht, aber ich verbinde die beiden immer mit den (Absoluten) Beginnern, „Ahnma“ und Hip Hop. Selbst wenn ich das Lied heute höre, muss ich an die beiden denken.

Die zweite Geschichte hat etwas mit Schuhen, Bauchgefühl, Wetter und Dunkelheit zu tun. Anfang Juni 2016 haben wir uns zum Vorgespräch getroffen. Es war ein unglaublich heißer Sonntag und so sind wir lachend und schwitzend auf dem Gelände des Kloster Dalheims und dem Gut Lippesee herumgelaufen, um uns umzusehen. Trauung im Freien am See, tolle Location, und auch wenn ich das Kloster Dalheim vielleicht etwas zu klassisch für die Portraits der beiden fand, hab ich mich direkt auf den Tag im August gefreut. Nur eine Sache hat mir ziemliche Sorgen bereitet. Bei Regen hätte die Trauung nicht draußen, sondern im Saal des Gut Lippesee stattgefunden. Der ist sehr, sehr dunkel und ich habe mich schon blitzend durch den Raum fotografieren sehen. Nicht gut für die Fotos und die Stimmung auf den Bildern. Einen Tag vor der Hochzeit haben wir telefoniert und die Wettervorhersage war eher unsicher und schlecht. Und dann hat der Bräutigam etwas gesagt, dass Brautpaare sonst nicht tun. Normalerweise geht man auf Nummer sicher und verlegt eine Trauung nach innen, damit nicht alle im Regen stehen. Er wollte sich auf sein Bauchgefühl verlassen. Das fand ich ziemlich riskant aber auch wirklich sympathisch. Am nächsten Morgen, vor der Abfahrt, ist mir eingefallen, dass ich alte, schon leicht zerfledderte „Hochzeitsschuhe“ im Schrank habe – und diese Schuhe habe eine Besonderheit, denn es hat in wichtigen Moment auf einer Hochzeit noch nie geregnet, wenn ich sie angezogen hatte. Normalerweise zieht man so etwas für eine Hochzeit nicht an, aber wenn mir jemand die Schuhe verzeiht, dann die beiden. Und an diesem Tag war trockenes Wetter vielleicht noch etwas wichtiger als sonst.

Am nächsten Tag habe ich erfahren, dass das Bauchgefühl für die Trauung am See entschieden hat. Das Portraitshooting verlief trocken und ich hab zur Beruhigung schon mal erzählt, dass es wegen meiner Schuhe eigentlich während der Trauung nicht regnen kann. Es kam dann etwas anders. Als die Gäste langsam auf Gut Lippesee eingetroffen sind, hat es angefangen zu regnen. Der Bräutigam rief den Gästen zwischendurch schon mal zu, dass der Fotograf seine Glückschuhe anhat und es eigentlich nicht hätte regnen dürfen. Ich fühlt leichten Druck aufsteigen…;-)

Den Rest der Geschichte kann man auf den Bildern ganz gut erkennen. Die Sonne kam. Und wie. So etwas passiert nur auf Hochzeiten. Das Bauchgefühl und der Mut zum Risiko sind belohnt worden, vielleicht lag es aber auch (am letzten) Einsatz der Schuhe… Jedenfalls sind diese nicht im Mülleimer gelandet, sondern dürfen als Erinnerungsstücke noch etwas Zeit im Keller bei mir verbringen.

P.S: Monate später liege ich schon nachts im Bett und das Handy vibriert. Ich nehm´  es noch mal in die Hand, entsperre und bekomme eine Nachricht: ein „Ahnma“-Konzertmitschnitt der Beginner, auf dem die Beiden gerade waren. Schon ziemlich cool, wenn Monate später mitten in der Nacht an einen gedacht wird ;-)!

hochzeitsfotograf gut lippesee deko

Portraits: Kloster Dalheim – https://www.lwl.org/LWL/Kultur/kloster-dalheim/aktuelles

Trauung & Reportage: Gut Lippesee, Paderborn – http://www.gutlippesee.de/

Hochzeitsfotograf Hotel Schloss Romrod

Hochzeitsfotograf Hotel Schloss Romrod.

Jetzt bin ich irgendwo bei Hochzeit Nr. 145 seit 2011 angekommen. Immer hab´ ich das Gefühl etwas einmaliges mitgemacht zu haben, trotzdem wird es nicht einfacher einen Text zu den Bildern zu schreiben ohne sich zu wiederholen. Während meiner Ausbildung hab´ ich eigentlich beschlossen auf keinen Fall Bewerbungs-/Passbild- und Hochzeitsfotograf zu werden…Bewerbungs- & Passbilder mache ich nicht, kann mein Glück aber kaum fassen als Hochzeitsfotograf viele Monate im Jahr im ganzen Land unterwegs zu sein! 2015 ist bis jetzt aus fotografischer und vor allem menschlicher Sicht ein Highlight für mich.

Ein recht bekannter und toller Fotograf hat vor einiger Zeit in seinem Blog geschrieben, Hochzeitsfotografen sollten sich auf ihrem Blog nicht ständig dafür bedanken irgendwo dabei gewesen zu sein. Warum nicht? Ich bin dankbar dafür, dass die beiden mich auf irgendeinem Weg gefunden und angeschrieben haben, dass es mit uns geklappt hat. Das Gefühl an einem bestimmten Tag auf der (für einen selbst) besten Hochzeit zu fotografieren ist grandios. Wenn man sich nirgenwo anders hinwünscht ist alles perfekt!

Auf Schloss Romrod war ich jetzt schon öfters, dieses mal gab es aber das erste mal ein „Get Ready“ direkt im Hotel. Hotelzimmer sind oft viel zu klein und deshalb für´s Fotografieren gar nicht so gut geeignet. Hier war ich direkt über den hellen, großen und schönen Raum überrascht. Dazu diese wunderschöne Braut… der Braütigam mit so einem feinen und gleichzeitig derben Humor. Besser geht es für mich persönlich nicht. Mit der Zeit hab ich festgestellt, dass Humor die wichtigste Zutat für gelungene Fotos und, wahrscheinlich, die Ehe ist. Davon gab´s an diesem Tag reichlich!

Auch wenn die beiden vor der Kamera etwas schüchtern sind: es hat alles so angenehm und wunderbar gut geklappt. Neben der (wie immer) perfekten Organisation des Teams von Schloss Romrod muss ich noch die freie Traurednerin Nadine Stauch erwähnen. Sie hat die freie Trauung witzig, gefühlvoll und auf die beiden zugeschnitten gehalten. Eine Empfehlung für alle, die noch jemanden für eine freie Trauung suchen.

Ach ja –  B&M: danke, dass ich dabei sein durfte!

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Trauung & Reportage: Hotel Schloss Romrod, Alsfeld – http://www.schloss-romrod.com/index.asp?Hochzeiten-im-zentralsten-Schloss-Deutschlands=&cmd=05_02

Portraits: Rund um´s Schloss

Freie Trauung: Nadine Stauch – http://www.die-freie-traurednerin.de/

Hochzeitsfotograf Mainz | Brautpaarshooting am Rheinufer

Hochzeitsfotograf Mainz. Brautpaarshooting am Rheinufer und der Mainzer Innenstadt.

Dieses Jahr ging es mit den größeren und großen Hochzeitsreportagen etwas früher für mich los als in den Jahren davor. Und im März waren es echte Highlights.

Von dieser Reportage aus Mainz gibt es ausnahmsweise mal nur die Portraits (danke für die Erlaubnis!) – aber der Rest des Tages war wie diese Bilder: spontan, witzig, locker und ungestellt.

Im Moment gibt es ja Workshops und Leitfäden für alles mögliche. Die beiden könnten bestimmt auch einen geben, irgendetwas zum Thema „Das Leben in vollen Zügen genießen und intensiv erleben“. Wobei sich das noch zu langweilig und nicht knackig genug anhört. Ich würde mir gern eine Scheibe davon abscheiden und so einen „Workshop“ besuchen.

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Hochzeitsfotograf in Cuxhaven

Hochzeitsfotograf in Cuxhaven / Leuchtturm Dicke Berta.

Windig, kalt, nass, eng und rau – diese Hochzeitsreportage war von der ersten bis zur letzten Minute ein Abenteuer. Alles hatte seinen ganz eigenen Charme und Charakter. Der Leuchtturm liegt nur ca. 100m von der Gaststätte entfernt, die Portraits haben wir in dem „Raum“ dazwischen gemacht.

Während der Trauung im Leuchtturm hatte ich gerade genug Platz um in die Hocke zu gehen und wieder aufzustehen, bei den Portraits sind wir, bei gefühlten -5°C, ordentlich durchgeweht worden.  Dazu hab´ ich einige bekannte (und liebgewonnene) Gesichter wiedergesehen. Ein perfekter Ausflug an die Nordsee!

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Trauung: Leuchtturm „Dicke Berta“ – http://www.dickeberta.de/

Feier: Gaststätte Zur Schleuse, Altenbruch – http://altenbruch-zur-schleuse.de/

Hochzeitsfotograf Bad Wildungen | Schloss Friedrichstein

Hochzeitsfotograf Bad Wildungen, Schloss Friedrichstein.

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Trauung: Kirche unterhalb von Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen

Portraits: Schloss Friedrichstein und Bad Wildungen

Location: Schloss Friedrichstein, Grischäfer, Bad Wildungen – http://schlossfriedrichstein.de/

Hochzeitsfotograf in Kassel

Hochzeitsfotograf in Kassel. Schloss Park Schönfeld.

Ich habe die Schulzeit geliebt. Und nicht nur die Zeit, sondern auch die Schule selbst. Deshalb ist es schon etwas ganz Besonderes ehemalige Mitschüler zu fotografieren. Wir waren nicht im selben Jahrgang und kannten uns deshalb nicht wirklich. Aber an den Bräutigam und einige Gäste konnte ich mich noch vom Fußballspielen auf dem Schulhof oder das Warten auf die Straßenbahn erinnern. Die „Kleinen“ sind sozusagen groß und auch erwachsen geworden ;-). Irgendwie freut es da einen, als Hochzeitsfotograf ausgesucht zu werden.

Die Portraits haben unheimlich viel Spaß gemacht. Alles lief unheimlich entspannt ab und das unbeständige Wetter an diesem Tag hat den beiden überhaupt nichts ausgemacht. Das Schloss Schönfeld und der Botanische Garten in der Nähe waren tolle Locations (auch wenn ich von Gärten sonst nicht unbedingt begeistert bin – Grün ist nicht gerade meine Lieblingsfarbe).

Außerdem habe ich einen fantastischen Videofilmer kennengelernt, mit dem ich mich auf Anhieb super verstanden habe und den ich wärmstens weiterempfehlen kann (http://vimeo.com/userallanpurba).

Es gab so einige witzige Anekdoten – eine davon muss ich an der Stelle mal erzählen:

Die Braut kam ewige 15 Minuten zu spät. Um 13Uhr sollte die Trauung beginnen. Kurz davor haben Allan (der Videograf) und ich draußen mit dem etwas nervösem Brautvater gewartet und geplaudert.Wir gingen kurz rein um die Lage in der Kirche zu checken. Daraufhin hat der Pfarrer wohl gedacht: Wenn die beiden drin sind, ist dir Braut schon vor der Tür und ich gebe das Signal für den Hochzeitsmarsch. Alles Verneinen half nichts, der Hochzeitsmarsch wurde gespielt und alle Gäste erhoben sich von den Plätzen. Wir sind schnell raus, die Braut war immer noch nicht da und wir hörten den Hochzeitsmarsch von draußen 10 Minuten lang laufen ohne das irgendetwas passierte.

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Reportage & Feier: Schloss Schönfeld – http://restaurant-park-schoenfeld.com/

Portraits: Botanischer Garten, Park Schönfeld – http://www.botanischer-garten-kassel.de/

Hochzeitsfotograf Leipzig

Hochzeitsfotograf Leipzig. Konsumzentrale, Neues Rathaus, Karl-Heine-Straße und alte Baumwollspinnerei.

Sonntag, 31. Juli 2016, gegen vier Uhr morgens – der DJ spielt noch einen, maximal zwei Songs, letzte Runde. Ich werde mit irgendeinem Musikwunsch zum DJ geschickt, doch der hat das Lied leider nicht dabei. Also kann ich mir spontan was Eigenes wünschen… die letzten 17 Stunden waren für mich wohl die intensivsten als Hochzeitsfotograf, aus einem bestimmten Grund auch die vielleicht außergewöhnlichsten, außerdem schließt sich nach drei Jahren ein Kreis für mich. Ich bin kein Boygroup-Fan, aber allein wegen des Titels fällt mir nur „Never Forget“ von Take That ein. Tanzfläche. Die Bläser und der Kinderchor setzten ein („We’ve come so far and we’ve reached so high…“). Ich habe einen Arm um meine Frau, sehe einige sehr glückliche Menschen tanzen uns singe den Refrain mit. Gänsehautmoment. Ich bin es ja gewohnt Menschen zu beobachten, zu warten und dann im hoffentlich richtigen Augenblick auf den Auslöser zu drücken. Das musste ich in dem Fall zwar nicht mehr, aber es war eine ganz besondere Situation die Leute dabei zu beobachten, wie sie nach einem langen Tag, voller besonderer, einmaliger und witziger Momente zum Ende noch jede Minute genießen und „mitnehmen“ wollten. Das ist die schöne Seite an all den Dingen, die man nicht kaufen oder wiederholen kann.

Für mich sind an diesem Tag 6 Jahre Hochzeitsfotografie zusammengeflossen. Es ist alles zusammengekommen, was ich in den Jahren bis dahin erlebt habe. Das sind die positiven aber auch negativen Dinge, die einen als Hochzeitsfotograf begleiten: Ich finde es schön frühere Brautpaare auf einer anderen Hochzeit als Gäste wiederzusehen – oder ehemalige Gäste bei ihrer eigenen Hochzeit zu begleiten. Man merkt beim zweiten Treffen immer, wie nah man sich bei so einer Hochzeit persönlich eigentlich kommt.

Bis zu diesem Tag habe ich außerdem noch nie nach dem Fotografieren mitgefeiert. Dazu war meine Frau einen großen Teil des Tages dabei. Endlich musste ich ihr von all den außergewöhnlichen Dingen, die an so einem Tag passieren nicht mehr erzählen.

Naja, und dann kommen noch die negativen Dinge wie Selbstzweifel, unmögliche Lichtsituationen in Räumen, die Angst vor Autopannen und davor an so einem wichtigen Tag krank zu sein.

Das alles hat an diesem Tag eine mehr oder weniger große Rolle gespielt. Dazu muss ich aber einen kleinen Zeitsprung machen.

September 2013: ich fotografiere eine, für mich ganz besonders emotionale, Hochzeit. Zwischendurch lerne ich einen Gast kennen, den ich irgendwie nicht so richtig einschätzen kann, und plaudere kurz mit ihm über Kameras. Er hat eine Retro-Kamera bei sich die mir gefällt – aber keine Vollformat-Spiegelreflex, deshalb (damals) Spielzeug für mich. Dass die Begegnung mit Mark meine ganze Herangehensweise an das Fotografieren ändern würde, wusste ich da noch nicht. Kurz bevor ich gehe, bittet er mich ein kleines Gruppenfoto mit seiner Kamera zu fotografieren. Ich versuche schnell mit der Kamera zurechtzukommen. Aha, eine Fuji. Liegt verdammt gut in der Hand, nur der Sucher schreckt mich ab. Das Gefühl die Kamera in der Hand zu halten vergesse ich aber nicht mehr. Danach verabschiede ich mich vom Brautpaar und packe meine Sachen. Schon in der Tür sehe ich, dass sich die Tanzfläche ziemlich schnell füllt und Seifenblasen über der Tanzfläche schweben. Ich packe die Kameras aus und fotografieren noch eine Weile das Treiben. Danach geht es glücklich nach Hause.

3 Monate später bekomme ich eine Mail der Braut. Sie bedankt sich für die Fotos, die ich zusätzlich gemacht habe. Die Fotos würden der Familie sehr viel bedeuten. Eine ihr ganz wichtige Person, die auf diesen Bildern eine Hauptrolle spielt, ist überraschend verstorben. Meine Bilder sind die Letzten, die ihn in so ausgelassen und fröhlich zeigen, wie er war. Warum ich das hier erwähne, wird später erzählt.

Oktober 2014: Hochzeitsreportage in Marburg. Ich freue mich. Das Brautpaar kenne ich von der Hochzeit im September 2013, außerdem ist das damalige Paar auch da. Ich laufe mittlerweile mit 3 Kameras am Körper herum, zwei Nikon und eine Fuji XT-1. Es gibt Leute, die sagen, dass die Bilder der bzw. die Fotografin macht und die Kamera nur ein Werkzeug ist. Ich liebe die Dinger aber und deshalb beeinflussen sie die Art, wie ich fotografiere, doch sehr. Da ich dieses Fuji-Gefühl nicht vergessen konnte, hab ich mir selbst eine zugelegt. Im Laufe des Tages treffe ich Mark (den Fuji-Gast von 2013) wieder. Dieses Mal lerne ich auch seine Freundin Steffi, allerdings nur kurz, kennen. Da sie von unseren Fuji-Plaudereien schnell gelangweilt ist, verabschiedete sie sich schnell mit der Bemerkung, dass dieses Hobby doch recht teuer sei. Diese offene, ehrliche Art hat mich irgendwie an meine Frau erinnert. Ich mochte sie. Bei ihm wusste ich aber immer noch nicht was eigentlich Witz und was Ernst ist.

August 2015. Ich bin in Wiesbaden und habe gerade meine x-tes Fuji Objektiv gekauft, als Mark anruft. Steffi und er würden 2016 heiraten und es wäre schön, wenn ich dabei sein könnte. Ich habe einem anderen Paar aber einige Tage zuvor gesagt, dass der Termin noch frei sei. Wenn ich das einem Paar sage, dann gilt das auch unverbindlich bis zu einem Vorgespräch, nach dem sich beide Seiten noch mal anders entscheiden können. Zwei Dinge aus diesem Gespräch waren allerdings anders als üblich. Ich wurde von ihm direkt auch als Gast eingeladen. Ich werde öfters zum Mitfeiern eingeladen, meistens aber erst am Tag der Hochzeit selbst und dann lässt sich das für mich schwer organisieren. Nach dem Gespräch habe ich mich irgendwie als Gast gefühlt und konnte dem andren Paar deshalb ohne schlechtes Gewissen absagen. In den folgenden Monaten haben wir öfters telefoniert (oft aber nur wegen neuer Fuji-Kameras und Objektive) und ich hab´ mit der Zeit bemerkt, dass er einen unverwechselbar trockenen, norddeutschen Humor hat. Das war es, was ich bei unseren vorherigen Treffen nie einordnen konnte. Ich hab am Telefon oft so lachen müssen, dass ich gar nicht zu einem vernünftigen Gespräch fähig war. Einige Sprüche haben bei uns den Weg in den allgemeinen Sprachgebrauch gefunden („kontrolliertes Abbrennen“, „arbeiten mit kontrollierter Unschärfe“ etc., etc.), aber das sind eher Insider.

März 2016. Vorgespräch in Leipzig. Nachdem wir „Jungs“ schon viel miteinander zu tun hatten, bin ich bei dem Vorgespräch eher von ihr begeistert. Sie erinnert mich in vielen Dingen an meine Frau, deshalb ist sie mir auch so sympathisch. Es gibt zwar klare Vorstellungen, allerdings ist der Rahmen auch nicht eng gesetzt, da alles seinen (spontanen) Lauf nehmen soll. Wir schauen uns einige Locations an und ich bin extrem begeistert.

  1. Juli 2016. Eigentlich wollte ich mittlerweile doch erst am Samstag nach Leipzig und nach der Reportage auch direkt wieder zurück. Ich bekomme Zweifel, ob sich das miteinander vereinbaren lässt. Allerdings geht´s mir an diesem Freitag gar nicht gut und ich buche schnell noch ein Hotelzimmer für meine Frau und mich. Ich nehme sie lieber mit, falls ich am nächsten Tag Hilfe brauche, wenn es mir weiter so schlecht geht. Es geht also doch schon einen Tag früher los.

Samstag, 30. Juli. Mir geht´s morgens etwas besser. Im Frühstücksraum treffen wir zum Glück den Bräutigam, so kann er meine Frau wenigstens kurz kennenlernen. Ich glaube, die beiden verstehen sich ganz gut und ich bin beruhigt. Nach dem Frühstück steh ich mit meiner Frau draußen, als sie sagt:“Da sind die beiden, wie heißen sie noch mal?“ Es ist das Brautpaar vom September 2013. Meine Frau kennt sie nur von Bildern, aber ich finde den Moment genial, als sie die beiden vor mir sieht und erkennt. Es gibt Hochzeiten, von denen erzähle ich zu Hause so viel, dass die Menschen meiner Frau gar nicht mehr fremd sind.

Danach geht´s mit dem Bräutigam und einer Handvoll Gäste mit dem Fahrrad zum Neuen Rathaus. Was für ein Start in eine Reportage! Im Rathaus selbst verzweifel ich aber kurz. Es gibt Räume, da weiß ich von vornherein, dass mir die Bilder wegen des Lichts oder der Raumaufteilung nicht wirklich gefallen werden. Jede Lampe schien in einer anderen Farbe zu leuchten, dazu noch Licht von draußen und trotzdem alles dunkel. Ich setze noch schnell die lichtstärksten Objektive auf die Kameras, aber ISO6400 bei 1/60 Sek. ist „nicht optimal“. Trotzdem Blitze ich tagsüber aus Prinzip nicht. Dann lieber weniger Aufnahmen in schwarzweiss als das schreckliche Licht der Aufsteckblitze.

Nach der Trauung geht es zu Fuß oder auf Fahrrädern in einen Park zu einem kleinen Sektempfang. Vor dem Rathaus steht eine riesige Stretchlimousine…trotzdem schauen die Gäste der anderen Hochzeiten alle auf uns und unsere Fahrräder. Die Fahrt zum Park ist herrlich. Fremde Leute lachen, winken, grüßen, klatschen und man kriegt das auf dem Fahrrad alles so wunderbar mit. Ich mag den Tag jetzt schon und bin froh ein Teil des ganzen zu sein.

Danach hole ich meine Frau im Hotel ab und wir radeln (und verfahren uns) zur alten Baumwollspinnerei. Das Wetter könnte nicht besser sein. Dort können die Gäste eine Führung machen und wir fotografieren die Portraits. Dieses Shooting werde ich nie vergessen. Wir vier verstehen und unheimlich gut, es ist alles ziemlich entspannt, spontan und witzig. So fahren wir zu viert mit den Fahrrädern durch Plagwitz. Und das allein macht unter den Umständen schon sehr viel Spaß. Zwischendurch werde ich fast eher zu einer Randfigur, aber dagegen hab´ ich überhaupt nichts. Die drei essen ein Eis und mich freut es, dass auch meine Frau so gut mit den beiden kann – es ist wie ein Ausflug mit guten Freunden durch die Stadt, bei dem man ab und zu stehen bleibt, um zu fotografieren. Mein Gefühl während des Shootings ist eher, dass es gar nicht so sehr ums Fotografieren geht, sondern einfach um eine gute Zeit. Die Orte und die Stimmung sind so perfekt, dass mich ab und zu die typischen Selbstzweifel packen. Es sind immer dieselben quälenden Fragen, die für einen kurzen Moment auftauchen: holst du aus dem, was der Tag dir an Motiven und Stimmung gibt wirklich das Beste heraus? Hast du immer die richtigen Entscheidungen getroffen, an alles gedacht und dir nichts entgehen lassen? Das ist einer der ganz wenigen negativen Aspekte, mit denen ich als Hochzeitsfotograf leben muss: habe ich an einem einmaligen Tag mit Momenten, die sich niemals wiederholen werden, falsche Entscheidungen getroffen?!

Gefeiert wird in der Konsumzentrale über den Dächern der Stadt. Ich liebe witzige Reden, und was die beiden Trauzeugen über die beiden erzählen, treibt mir vor Lachen die Tränen in die Augen. Die vielen anderen kleinen, wunderbaren Anekdoten bis zu diesem Zeitpunkt kann ich alle gar nicht erzählen, dass würde den Rahmen noch mehr sprengen (für das Gruppenfoto bin ich einige Meter auf einer auffällig wackeligen Feuerleiter auf einen anderen Bereich des Daches geklettert – als ich oben war, dachte ich, nur ein Hubschraubereinsatz der Feuerwehr kriegt mich jetzt hier wieder runter, ich hatte wirklich das Herz in der Hose). Meine Frau ist mittlerweile wieder im Hotel und ich verbringe während des Essens ein paar Minuten allein mit der Sonne auf dem Dach. Mir ist da schon klar, dass ich den Tag und die beiden nie vergessen werde. Bis dahin haben meine Frau und ich noch gar nicht entschieden, ob wir mitfeiern, aber das Brautpaar hat uns beide herzlich eingeladen – und ich wollte jetzt auch unbedingt alles von diesem Tag mitnehmen. Die Kamera hole ich noch einige Male raus, aber irgendwann gibt mir Mark auf seine Art deutlich zu verstehen, dass damit jetzt Schluss ist. Wir verbringen viel Zeit auf der Dachterrasse, hauptsächlich mit den Paaren, die ich schon kenne, aber auch mit neuen Leuten. Es leeren sich einige Gläser und irgendwann, ganz nebenbei, sagt mir der Bräutigam von 2013, dass ich quasi zur Familie gehöre. Ob es daran liegt, dass ich damals länger geblieben bin, wir uns schon so oft gesehen haben oder weil die Stimmung an diesem Tag so gut ist, weiß ich gar nicht. Mir wird am nächsten Morgen aber klar, dass es wahrscheinlich das größte Kompliment ist, das ich je bekommen habe. Es wird getanzt, gelacht, der Gin fließt in Strömen – die Party ist so, wie eine richtige Party sein sollte, mit einem Wort beschreiben lässt sich das nicht. Nach der Feier in der Konsumzentrale geht es noch in irgendeinen Club in der Karl-Heine-Straße. Ich fühle mich schon seit Stunden nicht mehr als Fotograf, sondern eher als Gast auf der Hochzeit von Freunden. Man führt die üblichen Gespräche um diese Uhrzeit, ich fühle mich wie damals als Student. Es ist schon länger wieder hell, als das Brautpaar mit dem Fahrrad voraus Richtung Hotel zurückfährt. Am Nächsten Morgen bin ich mir ganz sicher, dass es die schönste Hochzeit war, die ich als Gast erlebt hat. Als Fotograf hätte ich mir, bis auf die Verhältnisse im Rathaus, nichts Anderes gewünscht. Brautpaar, Locations, Stimmung, Wetter, Fahrräder, die lustigen Geschichten, die ich gehört und erlebt habe.

Sonntag, 31. Juli. Alle sitzen gemeinsam beim Frühstück, nachdem einige Anekdoten vom Vortag erzählt sind, verabschieden sich alle nach und nach. Wehmut kommt auf. Dass ich so etwas noch mal erlebe, meine Frau dabei ist und wir mitfeiern, glaube ich nämlich eher nicht.

Auf der Rückfahrt passiert es dann kurz hinter Leipzig. Die erste (und für die Zukunft hoffentlich einzige) Autopanne. Der Motor ist dahin, viel zu früh. Die Werkstatt bietet uns direkt einen Euro für das Auto, so können wir, laut dem Mechaniker, die Verschrottungsgebühr sparen. Normalerweise würde mich das unendlich ärgern. Aber meine Frau schaut mich an, lacht und sagt: „Das wird uns dieses Wochenende nicht kaputtmachen!“ „Hab ich auch grad gedacht!“, sag ich.

Steffi & Mark, wir sind glücklich euch getroffen und diesen Tag mit euch verbracht zu haben. Und zwar genau so, wie er war. Danke für die tolle Zeit, das Abenteuer, den Spaß! Und für die Sache mit Fuji natürlich.

Never Forget.

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Trauung: Neues Rathaus, Leipzig

Portraits: Konsumzentrale, Alte Baumwollspinnerei, Karl-Heine-Straße, Plagwitz/Leipzig

Feier/Reportage: Konsumzentrale, Leipzig – http://www.konsum-zentrale.de/

Hochzeitsfotograf im Weingut Janson Bernhard – Zellertal

Hochzeitsreportage im Weingut Janson Bernhard in Zellertal / Harxheim.

Meine Frau sagt manchmal zu mir „Fang deine Geschichte nicht beim Urknall an zu erzählen. Komm zum Punkt!“ Deshalb zitiere ich die Gastgeberin vom Weingut Janson Bernhard, die es zur Begrüßung vor dem Essen in einfachen Worten auf den Punkt gebracht hat:“Das Team vom Weingut (…) freut sich ganz besonders sie als Gäste heute bei uns zu begrüßen. Wir freuen uns wirklich, denn nicht jeder feiert Hochzeit so wie sie!“

Dabei könnte ich es belassen aber ich fang doch zu gern beim Urknall an.

Anfang Juli gegen 11Uhr trotte ich durch Nieselregen um das Weingut herum auf der Suche nach passenden Orten für die Portraits. Leicht deprimiert wegen des Regens, denn die freie Trauung sollte auf einer Wiese im Garten stattfinden. Irgendwann höre ich mehrere Leute „Home“ von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros singen. Plötzlich war meine Laune bestens und ich wusste, dass das ein außergewöhnlicher Tag wird, Regen hin oder her. Ich gehe in den Hof und sehe eine Gruppe singender Menschen und werde gleich von (mittlerweile fast schon alten) Bekannten begrüßt, deren Hochzeit ich vor 2 Jahren fotografiert habe. Das Weingut Janson Bernhard ist, genau wie der Hof Herzberg in Essenheim, ein wunderschöner Ort. An dem Tag haben die Gäste und das Brautpaar noch eine Magie drübergelegt, die man schwer beschreiben kann. Alles wirkte ein wenig unwirklich, so schön war´s. Ich bin eigentlich weder nah am Wasser gebaut noch „kitschig“, aber anders lässt sich die Atmosphäre nicht beschreiben.

Nach ein paar Bildern vom Get Ready in einer kleinen Pension ging es wieder zurück zum Weingut. Kurz vor der Trauung reißt der Himmel auf und die Sonne kommt heraus. Ich erinnere mich an die Situation ganz genau, der Bräutigam stand ca. 50 Meter weg von mir, drehte sich zu mir um, schaute in den Himmel, breitete die Arme aus und hat mich ungläubig angelacht. Es sah den ganzen Tag nicht danach aus und dann kam die Sonne genau im richtigen Moment (und ging nicht mehr). Wieder so ein magischer Moment.

Die freie Trauung hat der Trauzeuge gleich selbst gehalten. Am Anfang hatte ich so meine Zweifel, ob das gut geht. Danach war mir klar, dass es eigentlich niemand besser machen kann, als jemand der ein Paar schon lange und gut kennt. Es wurde gesungen, getanzt, viel geweint und gelacht. Als die beiden sich während der Trauung gegenseitig ein paar Worte sagten, flossen überall Tränen. Ich hatte vor Ort und danach beim Aussortieren und Bearbeiten der Bilder immer eine Gänsehaut, wenn ich mich daran erinnert habe. Es waren zwei kurze Anekdoten aus dem Alltag der beiden und mehr hat es nicht gebraucht, um wieder für einen magischen Moment zu sorgen.

Nach der Trauung war die Atmosphäre einfach nur entspannt, fröhlich, lustig und ausgelassen. Genau in der Stimmung haben wir auch die Portraits auf und bei den Nachbargebäuden des Weinguts gemacht.

Zu den Bildern hört ihr nebenbei am besten „Home“. Bei mir ist es seitdem in jeder Playlist und zwischendurch hab´ ich sogar nur noch das Lied gehört. Es passt einfach zu den beiden, der Hochzeit und dem Weingut.